Durchblick trotz Nebel

Die Eingangsklassen SGG 11/1, SGG 11/2 und EG 11 der Maria-Merian-Schule verbrachten drei Reflexions- und Kennenlerntage in Balingen

Die Jugendherberge Lochen oberhalb von Balingen lag schon bei der Ankunft in dichtem Novembernebel. Das Programm der kommenden drei Tage schien fraglich, waren doch etliche Aktivitäten draußen vorgesehen.  Und auch wenn die Schülerinnen und Schüler sich an ihrer neuen Schule nicht wie bei einem Blindflug fühlten – was das Nebelbild suggerieren mochte – waren sie doch angereist, um noch mehr Durchblick zu gewinnen. Dazu hatte die Maria-Merian-Schule 2017 erstmals das Konzept der Reflexions- und Kennenlerntage angeboten. 77 Schülerinnen und Schüler sowie sechs Lehrkräfte verbrachten nun also drei Tage auf der Alb.

Die Jugendherberge Lochen ist sehr gut ausgestattet, etwa mit einer Kletterhalle, in der man hoch hinaus durfte. Nach einer ausführlichen Sicherheitseinweisung waren gegenseitiges Vertrauen, Muskelkraft und Überwindung gefragt. Doch schon nach einer kurzen Aufwärmphase sicherten, unterstützten und kletterten die Schülerinnen und Schüler, als wären sie Profis, die gerade dabei sind, gemeinsam einen Berg zu bezwingen. Auch die unentbehrliche Stärkung zwischendurch wurde in das pädagogische Konzept der Fahrt integriert. So stellte die Spezialität des Hauses – „Pizzabacken  im eigenen Steinofen“ – ebenfalls eine gemeinsame Aktivität dar.

Das Abendprogramm unter dem Motto „Bad Taste Party“ erwies sich als eine weitere gute Gelegenheit, sich in einer angenehmen Atmosphäre besser kennenzulernen. In der eigenen Hausdisco wurde bis Mitternacht getanzt. Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei, denn die Schülerinnen und Schüler fungierten selbst als DJ.

Weitere abenteuerliche und sportliche Aktivitäten brachten die Teilnehmer mit Spiel und Spaß zusammen. So unternahm eine mutige Gruppe eine Wanderung im nebligen Wald, um einige Aufgaben des Parcours vereint zu bezwingen. Viele nutzten auch die gemeinsame Zeit, um ihre Kräfte beim Tischkicker, Tischtennis und bei Gesellschaftsspielen zu messen. Das ganze Haus verwandelte sich in einen Wettbewerb, als die verschiedenen Schülergruppen im wahrsten Sinne des Wortes alles auf den Kopf stellen durften, um die kreativste Golfbahn zu küren. Es war ein großer Spaß, alle Stationen durchzuspielen und zu bewerten.

Die Reflexion über den Einstieg in die Oberstufe war ebenfalls ein zentraler Programmpunkt. Interessante Gespräche über Fragen wie „Was habe ich in den ersten Wochen der Oberstufe erlebt?“, „Wie habe ich alles empfunden?“, „Was erwartet mich noch?“, „Wie kann ich damit umgehen?“ und auch Themen wie „zwischenmenschliche Beziehungen in der Schule“ verhalfen den Schülerinnen und Schülern zu mehr Selbstsicherheit und einer schärferen Wahrnehmung der neuen Situation und sie stärken das Vertrauen innerhalb der Klasse.

Die Reflexions- und Kennenlerntage haben ihren Sinn und Zweck erfüllt. Die Schülerinnen und Schüler der Eingangsklassen haben diese drei Tage effektiv genutzt. Der Nebel hat sich nun gelichtet und alle sind gestärkt und bereit als Gruppe die drei bevorstehenden Jahre gemeinsam zu meistern.